Glossar

Fachbegriffe einfach erklärt


Ob Digitale Zwillinge, Künstliche Intelligenz oder industrielle Datenräume: Die Digitalisierung bringt viele Fachbegriffe und Abkürzungen mit sich. In unserem Glossar erklären wir wichtige Begriffe rund um industrielle Digitalisierung und Softwareentwicklung verständlich und praxisnah.

 

Verzeichnis von A-Z

 

A

AAS-Validierung 

Auch bekannt als: Verwaltungsschalen-Validierung 

Die AAS-Validierung ist die systematische Prüfung einer Verwaltungsschale auf die Einhaltung definierter technischer und fachlicher Anforderungen. Sie umfasst beispielsweise die Kontrolle von Datenstrukturen, Identifikatoren, Referenzen und Teilmodellen. Durch zusätzliche Prüfungen gegen Teilmodellvorlagen lässt sich feststellen, ob eine AAS den vorgesehenen Datenmodellen entspricht. 

Weiterführende Informationen:
twinfix twinstudio Deep Dive twinsphere Architektur AAS-Qualität

AASX 

Auch bekannt als: AASX-Paket 

AASX ist ein standardisiertes Paketformat für den Austausch von Verwaltungsschalen. Ein AASX-Paket kann die Verwaltungsschale, ihre Teilmodelle sowie zugehörige Dateien und Dokumente enthalten. Das Format ermöglicht es, Digitale Zwillinge zwischen unterschiedlichen Anwendungen und Plattformen auszutauschen. 

Weiterführende Informationen:
twinfix twinstudio Deep Dive twinsphere Architektur

Agile Softwareentwicklung 

Agile Softwareentwicklung ist ein Ansatz zur Entwicklung von Software, bei dem Anforderungen und Lösungen schrittweise in kurzen Arbeitszyklen weiterentwickelt werden. Regelmäßiges Feedback, enge Zusammenarbeit und kontinuierliche Anpassungen ermöglichen es, auf veränderte Anforderungen zu reagieren und funktionsfähige Software frühzeitig bereitzustellen. 

Weiterführende Informationen:
Softwareentwicklung Individualsoftware Kundenprojekte

API  

Auch bekannt als: Application Programming Interface, Programmierschnittstelle 

Eine API ist eine definierte Schnittstelle, über die Softwareanwendungen Daten und Funktionen austauschen können. Sie legt fest, wie Systeme miteinander kommunizieren und welche Informationen bereitgestellt werden. APIs ermöglichen beispielsweise die Integration von Verwaltungsschalen, Unternehmenssoftware und digitalen Plattformen. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere Deep Dive twinsphere Architektur APIs für den DPP

Asset 

Ein Asset ist ein physischer oder immaterieller Gegenstand, der für eine Organisation einen Wert besitzt. In der Industrie können Maschinen, Komponenten, Produkte oder Software als Assets betrachtet werden. Im Kontext der Verwaltungsschale wird ein Asset durch eine standardisierte digitale Repräsentation beschrieben. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere AAS in der Fertigung

Asset Administration Shell

Auch bekannt als: AAS, Verwaltungsschale

Die Asset Administration Shell ist eine standardisierte digitale Repräsentation eines Assets. Sie stellt dessen Informationen und Funktionen strukturiert bereit und ermöglicht den interoperablen Datenaustausch über System- und Unternehmensgrenzen hinweg. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere twinstudio Digitaler Zwilling

 

B

Blueprint

Auch bekannt als: Blaupause 

Ein Blueprint ist eine wiederverwendbare Vorlage, die Struktur, Vorgaben und Konfigurationen für die Erstellung gleichartiger Objekte definiert. Im Kontext Digitaler Zwillinge können Blueprints festlegen, welche Teilmodelle, Eigenschaften und Pflichtfelder eine Verwaltungsschale enthalten soll. Dadurch lassen sich konsistente Digitale Zwillinge effizient erstellen. 

Weiterführende Informationen:
twinstudio Deep Dive twinsphere Architektur

 

C

CI/CD 

Auch bekannt als: Continuous Integration / Continuous Delivery, Kontinuierliche Integration und Bereitstellung 

CI/CD bezeichnet automatisierte Prozesse zur Integration, Prüfung und Bereitstellung von Softwareänderungen. Continuous Integration führt Änderungen regelmäßig zusammen und überprüft sie durch automatisierte Tests. Continuous Delivery stellt sicher, dass geprüfte Software jederzeit für eine Veröffentlichung vorbereitet werden kann. 

Weiterführende Informationen:
SBOM twinfix Softwareentwicklung

Cloud Computing 

Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Software über ein Netzwerk. Unternehmen können diese Ressourcen bedarfsgerecht nutzen, ohne sämtliche Systeme selbst betreiben zu müssen. Cloud Computing bildet die technische Grundlage vieler skalierbarer Plattformen und digitaler Dienste.

Weiterführende Informationen:
twinsphere

Connector 

Auch bekannt als: Software-Konnektor 

Ein Connector ist eine Softwarekomponente, die unterschiedliche Systeme miteinander verbindet und den Austausch von Daten ermöglicht. Er kann Datenformate umwandeln, Schnittstellen ansprechen und Informationen zwischen Anwendungen übertragen. In industriellen Datenräumen übernehmen spezialisierte Connectoren zusätzlich Aufgaben für einen kontrollierten Datenaustausch.

Weiterführende Informationen:
twinsphere Deep Dive twinsphere Architektur twinstudio

 

D

Data & AI 

Auch bekannt als: Data and Artificial Intelligence 

Data & AI bezeichnet die kombinierte Nutzung von Datenmanagement, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz, um Informationen auszuwerten und daraus Erkenntnisse oder automatisierte Entscheidungen abzuleiten. Unternehmen setzen Data & AI beispielsweise zur Prozessoptimierung, Qualitätssicherung und Entwicklung datenbasierter Anwendungen ein. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung AI in AAS

Datenraum 

Auch bekannt als: Data Space, Industrieller Datenraum 

Ein Datenraum ist ein organisatorischer und technischer Rahmen für den kontrollierten Datenaustausch zwischen mehreren Beteiligten. Er verbindet Datenanbieter und Datennutzer über gemeinsame Regeln, Standards und technische Komponenten. Ziel ist es, Daten organisationsübergreifend nutzbar zu machen und dabei vereinbarte Nutzungsbedingungen zu berücksichtigen. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere Eclipse Dataspace Connector Deep Dive twinsphere Architektur

Datensouveränität 

Auch bekannt als: Data Sovereignty 

Datensouveränität bezeichnet die Fähigkeit, selbstbestimmt über die Bereitstellung, Weitergabe und Nutzung von Daten zu entscheiden. In industriellen Datenräumen wird sie durch technische und organisatorische Mechanismen unterstützt, mit denen Datenanbieter Zugriffsrechte und Nutzungsbedingungen festlegen können. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere Industrielle Datenräume

Digitaler Batteriepass

Auch bekannt als: Digital Battery Passport, DBP

Der Digitale Batteriepass ist ein digitaler Datensatz, der Informationen über eine Batterie über ihren Lebenszyklus hinweg zugänglich macht. Dazu gehören beispielsweise Angaben zu Herkunft, Zusammensetzung, CO₂-Fußabdruck, Leistung und Recycling. Er soll Transparenz und den Austausch von Batterieinformationen entlang der Wertschöpfungskette unterstützen. 

Weiterführende Informationen:
Digitaler Batteriepass EU-Verordnung DBP Digitaler Produktpass

Digitale Datenkette 

Auch bekannt als: Digital Data Chain, DDC

Eine digitale Datenkette verbindet Informationen und Prozesse über mehrere Systeme und Organisationen hinweg. Sie ermöglicht es, Daten strukturiert, maschinenlesbar und möglichst ohne manuelle Medienbrüche auszutauschen. In der Industrie unterstützt sie beispielsweise die automatisierte Übermittlung von Produktinformationen vom Hersteller an den Betreiber. 

Weiterführende Informationen:
DDCC Readiness Check DDC-ready mit twinsphere Durchgehende Datenketten aufbauen Vom PDF-Dschungel zur DDC

Digitaler Produktpass 

Auch bekannt als: Digital Data Chain, DPP

Der Digitale Produktpass ist ein digital zugänglicher Datensatz mit Informationen zu einem Produkt. Je nach Produktgruppe und geltenden Anforderungen kann er beispielsweise Angaben zu Materialien, technischen Eigenschaften, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling enthalten. Er soll Transparenz und den Informationsaustausch entlang des Produktlebenszyklus unterstützen. 

Weiterführende Informationen:
Digitaler Produktpass DPP 4.0 AAS als Grundlage für den DPP

Digitaler Zwilling 

Auch bekannt als: Digital Twin, DT

Ein Digitaler Zwilling ist eine digitale Repräsentation eines physischen oder logischen Objekts, Systems oder Prozesses. Er bildet relevante Eigenschaften, Zustände und Zusammenhänge ab und kann mit Daten aus unterschiedlichen Quellen verknüpft werden. In der Industrie unterstützt er beispielsweise die Überwachung, Wartung und Optimierung von Maschinen und Anlagen. 

Weiterführende Informationen:
Digitaler Zwilling Digitaler Zwilling in der Prozessindustrie Anwendungsfälle Digitaler Zwillinge

Digitales Typenschild 

Auch bekannt als: Digital Nameplate, DNP

Ein Digitales Typenschild stellt Identifikations- und Produktinformationen in digitaler Form bereit. Über einen maschinenlesbaren Identifikator, beispielsweise einen QR-Code, können Nutzer auf weiterführende Informationen zugreifen. Es ermöglicht die digitale Bereitstellung von Herstellerangaben, technischen Daten und Dokumentationen. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere DNP mit der AAS Kundenprojekt DNP

 

E

ECLASS 

ECLASS ist ein international verwendeter Standard zur Klassifikation und eindeutigen Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. Er definiert Produktklassen, Merkmale und Merkmalswerte. In der Industrie unterstützt ECLASS den einheitlichen Austausch von Produktinformationen und die semantische Interoperabilität zwischen unterschiedlichen IT-Systemen. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere ECLASS und AAS

Edge Computing 

Edge Computing bezeichnet die Verarbeitung von Daten nahe an ihrem Entstehungsort, beispielsweise direkt auf einer Maschine oder einem IoT-Gerät. Dadurch können Informationen lokal ausgewertet werden, ohne sämtliche Daten an eine zentrale Cloud übertragen zu müssen. Das ermöglicht unter anderem kurze Reaktionszeiten und einen reduzierten Datenverkehr.

Weiterführende Informationen:
omnect Edge Computing in der Praxis

Embedded Linux 

Embedded Linux bezeichnet den Einsatz des Linux-Betriebssystems in eingebetteten Geräten und Systemen. Es wird an die jeweiligen Hardwareanforderungen angepasst und bildet die Grundlage für Anwendungen in industriellen Steuerungen, IoT-Geräten und anderen vernetzten Produkten. 

Weiterführende Informationen:
omnect Secure OS Kundenprojekt Embedded Linux

Eclipse Dataspace Components 

Auch bekannt als: EDC 

Eclipse Dataspace Components ist ein Open-Source-Projekt zur Entwicklung von Komponenten für den souveränen Datenaustausch in Datenräumen. Die Software unterstützt unter anderem die Vereinbarung von Datennutzungsbedingungen und die technische Abwicklung von Datentransfers zwischen beteiligten Organisationen. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere Eclipse Dataspace Connector

 

F

Firmware 

Firmware ist Software, die grundlegende Funktionen eines elektronischen Geräts steuert und eng mit dessen Hardware verbunden ist. Sie übernimmt beispielsweise die Initialisierung, Gerätesteuerung oder Kommunikation mit anderen Systemen. Firmware kann durch Updates aktualisiert werden, um Funktionen zu verbessern oder Sicherheitslücken zu schließen. 

Weiterführende Informationen:
omnect Remote Updates

 

G

Generative KI  

Auch bekannt als: Generative Artificial Intelligence, GenAI, Generative AI

Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die auf Basis erlernter Muster neue Inhalte erzeugen können. Dazu gehören beispielsweise Texte, Bilder, Programmcode und strukturierte Daten. In der Softwareentwicklung kann generative KI unter anderem bei der Codeerstellung, Dokumentation, Analyse und Testentwicklung unterstützen. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung GenAI GenAI und AAS GenAI Plattformen

 

H

Hyperautomatisierung 

Auch bekannt als: Hyperautomation 

Hyperautomatisierung bezeichnet einen Ansatz, bei dem Unternehmen mehrere Technologien kombinieren, um Geschäftsprozesse möglichst umfassend zu automatisieren. Dazu gehören beispielsweise Prozessanalyse, klassische Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Softwareintegration. Ziel ist es, zusammenhängende Abläufe über einzelne Aufgaben und Systemgrenzen hinweg zu automatisieren. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung GenAI GenAI Plattformen
 

I

ID-Link 

Auch bekannt als: Identification Link, IEC 61406 Identification Link 

Ein ID-Link ist ein standardisierter Identifikationslink zur eindeutigen digitalen Identifikation eines physischen Objekts. Er kann beispielsweise über einen QR-Code auf einem Produkt bereitgestellt werden. Durch das Auslesen gelangen Nutzer oder Systeme zu digitalen Informationen, die dem jeweiligen Objekt zugeordnet sind. 

Weiterführende Informationen:
IEC-Standards für den DPP IEC & VDI 2770

Industrie 4.0

Auch bekannt als: Industry 4.0 

Industrie 4.0 bezeichnet die intelligente Vernetzung industrieller Produktionssysteme mithilfe digitaler Technologien. Maschinen, Produkte, Menschen und IT-Systeme tauschen Informationen aus und unterstützen dadurch flexible, transparente und zunehmend automatisierte Prozesse. Zu den technologischen Grundlagen gehören unter anderem IoT, Digitale Zwillinge und interoperable Datenmodelle. 

Weiterführende Informationen:
DT & AAS für Industry 4.0 AAS in der digitalen Transformation Prozessindustrie 4.0

Individuelle Softwareentwicklung

Individuelle Softwareentwicklung bezeichnet die Konzeption und Umsetzung von Software, die gezielt auf die Anforderungen eines Unternehmens oder Anwendungsfalls zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu standardisierten Softwareprodukten können Funktionen, Schnittstellen und Prozesse individuell gestaltet und in bestehende IT-Landschaften integriert werden. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung Individualsoftware Prozessoptimierung

Interoperabilität 

Interoperabilität bezeichnet die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, Anwendungen oder Organisationen, Informationen auszutauschen und sinnvoll zu nutzen. Sie setzt geeignete technische Schnittstellen, gemeinsame Datenstrukturen und ein übereinstimmendes Verständnis der ausgetauschten Informationen voraus. 

Weiterführende Informationen:
Interoperabilität mit AAS Interoperabilität druch Standards twinsphere

Internet of Things

Auch bekannt als: IoT, Internet der Dinge 

Das Internet of Things bezeichnet die Vernetzung physischer Geräte und Objekte über das Internet oder andere Netzwerke. Diese können mithilfe von Sensoren, Software und Schnittstellen Daten erfassen, austauschen und verarbeiten. In der Industrie ermöglicht IoT beispielsweise die Überwachung, Fernwartung und automatisierte Steuerung von Maschinen und Anlagen. 

Weiterführende Informationen:
Embedded Systems Kundenprojekt IoT

 

J

 

K

KI-Agent

Auch bekannt als: AI Agent 

Ein KI-Agent ist ein Softwaresystem, das mithilfe Künstlicher Intelligenz Aufgaben zielgerichtet bearbeiten und dafür eigenständig Handlungsschritte auswählen kann. Je nach Implementierung kann es Informationen abrufen, Werkzeuge verwenden und Aktionen ausführen. Der Grad seiner Autonomie wird durch die technische Gestaltung und vorgegebene Berechtigungen bestimmt. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung GenAI GenAI und AAS GenAI Plattformen

KI-gestützte Softwareentwicklung 

Auch bekannt als: AI-Driven Software Development 

KI-gestützte Softwareentwicklung bezeichnet den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Unterstützung einzelner oder mehrerer Phasen des Softwareentwicklungsprozesses. KI kann beispielsweise bei der Anforderungsanalyse, Programmierung, Testentwicklung, Qualitätssicherung und Dokumentation eingesetzt werden. Ziel ist es, Entwicklungsabläufe zu unterstützen und die Erstellung und Pflege von Software effizienter zu gestalten. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung GenAI GenAI und AAS GenAI Plattformen

Künstliche Intelligenz  

Auch bekannt als: Artificial Intelligence, KI, AI

Künstliche Intelligenz bezeichnet maschinenbasierte Systeme, die aus Eingaben beispielsweise Vorhersagen, Empfehlungen, Entscheidungen oder Inhalte erzeugen können. KI nutzt unterschiedliche Verfahren, darunter maschinelles Lernen und regelbasierte Ansätze. Sie wird unter anderem für Datenanalysen, Automatisierung und intelligente Softwarefunktionen eingesetzt. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung GenAI GenAI und AAS GenAI Plattformen

 

L

Legacy System 

Auch bekannt als: Altsystem 

Ein Legacy-System ist ein bestehendes IT-System, das trotz seines Alters oder seiner überholten technischen Architektur weiterhin wichtige Geschäftsprozesse unterstützt. Solche Systeme können schwer wartbar oder nur eingeschränkt integrierbar sein. Durch Softwaremodernisierung lassen sich ihre Funktionen erhalten und schrittweise an neue Anforderungen anpassen. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung Kundenprojekt Legacy System

 

M

Machine Learning 

Auch bekannt als: Maschinelles Lernen, ML 

Machine Learning ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, bei dem Modelle anhand von Daten Muster und Zusammenhänge erlernen. Die trainierten Modelle können anschließend beispielsweise Vorhersagen treffen, Informationen klassifizieren oder Auffälligkeiten erkennen, ohne dass jede Entscheidungsregel einzeln programmiert werden muss. 

Weiterführende Informationen:
Datenintelligenz Embedded Systems Maschinelles Lernen für vorausschauende Instandhaltung

 

N

 

O

Over-the-Air-Update

Auch bekannt als: OTA-Update 

Ein Over-the-Air-Update ist die drahtlose oder netzwerkbasierte Aktualisierung von Software oder Firmware auf einem Gerät. Updates können zentral bereitgestellt und ohne direkten physischen Zugriff installiert werden. Das Verfahren ermöglicht die Verteilung neuer Funktionen, Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen auf vernetzte Geräte. 

Weiterführende Informationen:
omnect Remote Updates für Embedded Linux Kundenprojekt OTA-Update

 

P

Product Carbon Footprint 

Auch bekannt als: PCF, CO₂-Fußabdruck eines Produkts  

Der Product Carbon Footprint beschreibt die Treibhausgasemissionen, die einem Produkt innerhalb festgelegter Systemgrenzen zugeordnet werden. Je nach Berechnung umfasst er beispielsweise Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung. Das Ergebnis wird üblicherweise in CO₂-Äquivalenten angegeben. 

Weiterführende Informationen:
Digitaler Produktpass twinsphere E-Paper DPP

 

Q

 

R

Retrieval-Augmented Generation  

Auch bekannt als: RAG 

Retrieval-Augmented Generation ist ein Verfahren, bei dem ein generatives KI-Modell vor der Antworterstellung relevante Informationen aus externen Wissensquellen abruft. Die gefundenen Inhalte werden als zusätzlicher Kontext verwendet. Dadurch können Antworten auf aktuelle oder unternehmensspezifische Informationen gestützt werden, ohne das Modell dafür neu trainieren zu müssen.

Weiterführende Informationen:
Prozessoptimierung mit GenAI

 

S

SBOM

Auch bekannt als:  Software Bill of Materials, Software-Stückliste 

Eine SBOM ist eine strukturierte Auflistung der Softwarekomponenten und ihrer Abhängigkeiten, die in einer Anwendung oder einem Gerät enthalten sind. Sie schafft Transparenz über verwendete Bibliotheken und andere Softwarebestandteile und unterstützt Unternehmen dabei, bekannte Sicherheitslücken, Lizenzrisiken und betroffene Komponenten zu identifizieren. 

Weiterführende Informationen:
SBOM SBOM sicherer Lieferketten

Secure Operating System 

Auch bekannt als: Secure OS, Sicheres Betriebssystem 

Ein Secure OS ist ein Betriebssystem, dessen Architektur und Funktionen auf die Absicherung des Gerätebetriebs ausgerichtet sind. Zu den möglichen Sicherheitsmechanismen gehören beispielsweise Zugriffskontrollen, geschützte Systemkomponenten, sichere Startprozesse und signierte Updates. Es wird unter anderem in vernetzten und industriellen Geräten eingesetzt. 

Weiterführende Informationen:
omnect Secure OS Kundenprojekt Secure OS

Semantic Identifier 

Auch bekannt als: Semantic ID, Semantischer Identifikator 

Ein Semantic Identifier ist ein eindeutiger Verweis auf die definierte Bedeutung eines Datenelements. In Verwaltungsschalen kann sie beispielsweise eine Eigenschaft mit einer standardisierten semantischen Beschreibung verknüpfen. Dadurch können unterschiedliche Systeme erkennen, dass Daten dieselbe fachliche Bedeutung besitzen. 

Weiterführende Informationen:
twinstudio Deep Dive twinsphere Architektur

Semantische Interoperabilität 

Semantische Interoperabilität bezeichnet die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, ausgetauschte Daten nicht nur technisch zu verarbeiten, sondern auch ihre Bedeutung übereinstimmend zu interpretieren. Sie erfordert eindeutige Begriffsdefinitionen, semantische Identifikatoren und gemeinsame Informationsmodelle. Dadurch können Daten systemübergreifend korrekt verstanden und verwendet werden. 

Weiterführende Informationen:
AI in AAS twinstudio

Software-as-a-Service 

Auch bekannt als: Software as a Service, SaaS 

Software-as-a-Service ist ein Bereitstellungsmodell, bei dem Software über ein Netzwerk als Dienst genutzt wird. Der Anbieter übernimmt typischerweise den Betrieb, die Wartung und die Bereitstellung der Anwendung. Nutzer greifen beispielsweise über einen Webbrowser oder eine Schnittstelle auf die Software zu. 

Weiterführende Informationen:
twinsphere

Softwarelokalisierung 

Softwarelokalisierung bezeichnet die Anpassung einer Software an die sprachlichen, kulturellen und regionalen Anforderungen eines Zielmarktes. Dazu gehören beispielsweise die Übersetzung von Benutzeroberflächen, die Anpassung von Datums- und Zahlenformaten sowie die Berücksichtigung lokaler Konventionen.

Weiterführende Informationen:
calinga

Softwaremodernisierung 

Auch bekannt als: Application Modernisation, Legacy Modernisation 

Softwaremodernisierung bezeichnet die technische und funktionale Weiterentwicklung bestehender Software, um sie an aktuelle Anforderungen anzupassen. Dazu gehören beispielsweise die Überarbeitung der Architektur, die Ablösung veralteter Technologien, die Integration neuer Schnittstellen und die Verbesserung von Wartbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit. 

Weiterführende Informationen:
KI-gestützte Softwareentwicklung Kundenprojekt Softwaremodernisierung

Submodel Template 

Auch bekannt als: SMT, Teilmodellvorlage 

Ein Submodel Template ist eine standardisierte Vorlage, die Struktur und fachliche Anforderungen eines Teilmodells innerhalb einer Verwaltungsschale definiert. Sie legt beispielsweise Eigenschaften, Datentypen und semantische Referenzen fest. Teilmodellvorlagen ermöglichen die konsistente Erstellung und den interoperablen Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Systemen.

Weiterführende Informationen:
twinstudio twinfix

 

T

Teilmodell 

Auch bekannt als: Submodel, AAS-Teilmodell 

Ein Teilmodell ist ein Bestandteil einer Verwaltungsschale, der Informationen und gegebenenfalls Funktionen zu einem bestimmten Aspekt eines Assets strukturiert zusammenfasst. Teilmodelle können beispielsweise technische Daten, Dokumentationen oder Wartungsinformationen beschreiben. Durch standardisierte Teilmodellvorlagen lassen sich diese Informationen einheitlich modellieren und austauschen. 

Weiterführende Informationen:
twinstudio Deep Dive twinsphere Architektur

 

U

 

V

Verwaltungsschale

Auch bekannt als: Asset Administration Shell, AAS

Die Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) ist eine standardisierte digitale Repräsentation eines Assets. Sie stellt dessen Informationen und Funktionen strukturiert bereit und ermöglicht den interoperablen Datenaustausch über System- und Unternehmensgrenzen hinweg.

Weiterführende Informationen:
twinsphere twinstudio Digitaler Zwilling

VDI 2770 

VDI 2770 ist eine Richtlinienreihe zur standardisierten Bereitstellung digitaler Herstellerinformationen für die Prozessindustrie. Sie definiert Anforderungen an die Struktur, Klassifikation und maschinenlesbare Bereitstellung technischer Dokumentationen. Dadurch können Herstellerinformationen automatisiert zwischen Lieferanten, Anlagenbetreibern und IT-Systemen ausgetauscht und verarbeitet werden. 

Weiterführende Informationen:
VDI 2770 Checkliste zur VDI 2770

Vorausschauende Wartung 

Auch bekannt als: Predictive Maintenance 

Vorausschauende Wartung bezeichnet eine Wartungsstrategie, bei der Zustands- und Betriebsdaten von Maschinen analysiert werden, um mögliche Ausfälle frühzeitig zu erkennen. Auf Grundlage dieser Informationen können Wartungsmaßnahmen bedarfsgerecht geplant werden. Ziel ist es, ungeplante Stillstände zu reduzieren und die Nutzung von Anlagen zu optimieren. 

Weiterführende Informationen:
Wartung vs. Instandsetzung

 

W

Wertschöpfungskette 

Auch bekannt als: Value Chain 

Eine Wertschöpfungskette umfasst die miteinander verbundenen Aktivitäten, durch die ein Produkt oder eine Dienstleistung entsteht und Wert geschaffen wird. In der Industrie reicht sie beispielsweise von der Entwicklung und Beschaffung über die Produktion bis zur Nutzung und zum Recycling. Digitale Datenketten unterstützen den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Unternehmen. 

Weiterführende Informationen:
Produktdaten entlang der Value Chain twinsphere

 

X

 

Y

 

Z