Die Digital Data Chain des DDCC (Digital Data Chain Consortium) soll Herstellerinformation systemisch anschlussfähig machen. Eindeutig am Asset identifiziert und referenziert werden Informationen in der Kette standardisiert paketiert, maschinenlesbar bereitgestellt und damit von der Lieferung über Betrieb und Wartung bis zu Ausserdienststellung nachvollziehbar und auch nachweisbar.
Diese Durchgängigkeit birgt für Anlagenbetreiber entscheidende Vorteile. Keine manuelle Suche nach Herstellerinformationen, keine veralteten Daten und vor allem keine Sonderlocken und individuell umgesetzte Datenintegrationen mehr. Stattdessen kommen die Daten quasi freihaus.
Eine funktionierende Digital Data Chain setzt die konsistente Umsetzung von Standards wie IEC 61406 und VDI 2770 über den gesamten Lebenszyklus industrieller Assets voraus. Strukturierte Assessments helfen Unternehmen, ihren aktuellen Reifegrad zu verstehen und die nächsten Schritte zu identifizieren.
Konsequenz
Was DDCC operativ für Hersteller bedeutet
Für Sie als Komponentenzulieferer bedeutet dies, die Datenübermittlung wird umgekehrt. Der Anlagenbetreiber greift nicht mehr auf ihre Webseite zu, um die Daten zu Ihren Komponenten dann in seine Systeme zu überführen - inklusive damit einhergehender Harmonisierung der Daten. Stattdessen müssen Sie die Daten zu Ihren Komponenten zukünftig standardisieren, sauber klassifizieren und automatisiert übermitteln.
Kurz gesagt, neben der Hardware liefern Sie zukünftig
- Identität und Referenzierung
- klassifizierte Dokumentation
- semantisch anschlussfähige Datenmodelle
Und diese Anforderungen kommen nicht irgendwann auf Sie zu, große Betreiber beginnen schon heute eine "chain-konforme" Lieferung einzufordern. Das heißt, wollen Sie zukünftig im Konzert aus Hersteller und Betreiber mitspielen, werden Sie von einem Hardwarelieferanten zu einem aktiven Teil der Datenkette werden müssen.
Sind Sie bereit dafür?
DDCC Readiness Check
Unser DDCC Readiness Check zeigt es Ihnen. Mit 25 Fragen erkennen Sie sofort, wie es in Ihrem Unternehmen um Themen wie Identität und IEC 61406, VDI-2770, Integration mit Austauschplattformen und Security steht und ob Ihre internen Prozesse und Governance den Anforderungen der Datenkette genügen.

Perspektive der Betreiber
Warum Betreiber die Digital Data Chain vorantreiben
In der Sprache von Projekten klingt es nach „AAS einführen“. In der Sprache des Betriebs geht es um etwas anderes:
Ein Lieferformat, das Betreiber automatisiert verarbeiten können: AAS statt Sammel-PDF.
- Ein Referenzmodell, das nicht diskutiert wird, sondern geprüft: Profile, Submodelle, Pflichtinhalte.
- Ein Change-fähiger Prozess, der Versionen und Deltas sauber publiziert.
- Ein Austauschmechanismus, der nicht im Herstellerportal endet.
Es gibt tausende von Lieferanten, die Informationen digital übermitteln müssen – und genau in dieser Größenordnung wird klar, warum „manuelle Informationsübergabe“ keine Option ist. DDCC ist die technische Konsequenz daraus: Automatisierung der Bereitstellung, Standardisierung, und Skalierung über Plattformen/IEPs.
Realität im Markt
Wo es in der Praxis heute knirscht
Klingt grundsätzlich gut. Auch Sie wollen Produkte verkaufen – nicht Informationsübergabe betreiben. Und ja: die meisten Produktdaten sind digitalisiert, oft sogar strukturiert. Die Frage ist nur: sind sie sauber klassifiziert, semantisch zuordenbar, versioniert – und lieferfähig als Kette?
Die meisten Unternehmen scheitern nicht an Daten, sondern an Betriebsfähigkeit.
Typische Muster:
DDCC macht dieses „irgendwie“ sichtbar. Und damit teuer.
Standards verlangen Struktur
Die Herstellerinformation soll lieferfähig werden
Mit der Digital Data Chain verschiebt sich die Erwartung an die Herstellerinformation. Es geht nicht mehr darum, dass Dokumente irgendwie vorhanden sind. Es geht darum, dass Informationen eindeutig referenziert, strukturiert paketiert, maschinenlesbar bereitgestellt und über Änderungen hinweg nachvollziehbar bleiben.
Gefordert sind daher nicht nur PDFs, sondern anschlussfähige Informationspakete mit klarer Identität, konsistenter Struktur und belastbaren Metadaten.
- Wo entsteht heute manueller Aufwand?
Suchen, Nachfordern, Zuordnen, Versionen klären, Freigaben prüfen, Audits vorbereiten - Wo entsteht heute Risiko?
Fehlende Nachweisbarkeit, inkonsistente Metadaten, unklare Gültigkeit, Medienbrüche, manuelle Sonderwege
Das klingt zunächst technisch. Operativ ist es aber eine einfache Frage: Sind Ihre Herstellerinformationen so organisiert, dass Betreiber sie integrieren können und nicht jedes Mal neu zusammensuchen müssen? - Wie werden Herstellerinformationen über Systeme, Ändeungen und Lebenszyklen hinweg so bereitgestellt, dass sie dauerhaft anschlussfähig, versionierbar und integrierbar bleiben?
Bei vielen unserer Kunden fehlt es nicht an Daten, sondern an Betriebsfähigkeit. Dokumente existieren, aber ohne stabile Identität. Metadaten sind vorhanden, aber nicht einheitlich. Informationen sind abrufbar, aber nicht wirklich integrierbar. Übergaben funktionieren, aber oft nur mit manuellem Zusatzaufwand.
Die Anforderungen aus der Digital Data Chain macht das sichtbar.
Die Konzepte hinter der Digital Data Chain werden oft auf Datenmodelle oder Dokumentklassifikation reduziert. Aber das greift zu kurz. Stattdessen betrachten wir es als Architektur- und Prozessfrage und dabei ist die AAS das bestmögliche Modell. Sie ist die Interoperabilitätsschicht, die Identität, Struktur, Versionen und Zuständigkeiten zusammenzieht – über Systeme und Lebenszyklen hinweg. Genau daran arbeiten IDTA und DDCC gemeinsam: Verbreitung und Standardisierung der AAS als Basis für automatisierten Datenaustausch.
conplement setzt mit twinsphere genau dort an: als Plattform, die DDCC-Anforderungen in einen betreibbaren Modus übersetzt – mit stabiler Identität, automatisierter VDI-2770-Toolchain, Governance und offenen Integrationen (ERP/PLM/DMS/EAM) und als Dienstleister, der Sie auf dem Weg dorthin begleitet.

Unser Angebot für Komponenten-Zulieferer
Wir machen Sie in 3 Monaten fit für die Digital Data Chain
Mit diesem kombinierten DDCC Service-Angebot wird die Informationsübergabe nicht einfach „abgebildet“, sondern betrieblich gemacht – speziell für Komponenten-Zulieferer, die keine AAS-Expertise aufbauen wollen.

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Zusammen mit der Open Industry 4.0 Alliance zeigen wir wie nahtlose Interoperabilität über Unternehmensgrenzen hinweg mit der Asset Administration Shell gelingt.
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Matthias Dietrich
Principal Account Executive
