Hintergrund zum Innovationsvorhaben.

So auch bei einem Hersteller von elektronischen Bauelementen, Sensoren und Wireless-Modulen. Dieser brachte zum Eröffungsworkshop die Idee einer IoT-Plattform zur Erstellung und zum Betrieb von IoT-Anwendungen mit. Der Auftrag an die conplement beinhaltete die Unterstützung in der Validierung und der technischen Umsetzung der Idee. All unseren Innovationsprojekten liegt die Betrachtung von drei Bereichen zu Grunde:

• Wünschbarkeit – welchen Bedarf hat der (End-)Kunde?

• Wirtschaftlichkeit – welches Geschäftsmodell ist erfolgversprechend?

• Machbarkeit – wie ist die Idee technisch umsetzbar?

Das Kernelement in diesen Innovationsprojekten nennen wir Co-Innovation. Das bedeutet gemeinsam mit dem Kunden in einem Umfeld der Unsicherheit auf Product Discovery zu gehen. Das Ziel dieser Entdeckungsreise ist das Bestimmen der relevanten Schnittmenge der drei Bereiche. Notwendig ist die die aktive Mitarbeit aller Beteiligten imProjekt als interdisziplinäres Team auf Augenhöhe und auf dem gleichen Wissenstand. Das erfordert für die Projektbeteiligten unserer Kunden, das Tagesgeschäft für eine bestimmte Zeit zum Großteil ruhen zu lassen. Nur so können sie sich ausreichend auf das meist in kurzen Iterationen getaktete Innovationsprojekt konzentrieren. Nach unserer Erfahrung ist das die bestbewährte Vorgehensweise, um schnell relevante und validierte Ergebnisse zu generieren. Gekoppelt mit der Struktur eines virtuellen Startups gelingen so innerhalb kurzer Zeit echte Innovationen.Je nach den Anforderungen an das Projekt fokussieren wir einen oder mehrere der oben gelisteten Bereiche. In dem Innovationsvorhaben mit dem Hersteller für Bauelemente, Sensoren und Wireless-Module lag der Fokus klar auf der Validierung der Wünschbarkeit. Es war herauszufinden, ob für die Endkunden des Herstellers ein attraktives Wertversprechen aus einer IoT-Plattform des Herstellers entstehen kann.

„Deswegen erfolgte eine Pivotierung auf andere Wertversprechen, die genau den Nerv der Nutzer treffen.“

Diese neuen nutzerzentrierten Wertversprechen konnten wir in der zweiten CHECK-Phase mit einem MVP, basierend auf Microsoft Azure, erfolgreich auf einer Messe präsentieren.
Simon Diegmann – Innovation Coach bei der conplement AG

Duchführung des Innovationsvorhabens.

Den Startschuss des Innovationsvorhabens markierte ein Workshop in der THINK-Phase unseres linear-iterativen Prozesses THINK-CHECK-MAKE. In derartigen Workshops bauen wir ein gemeinsames Verständnis des Vorhabens auf. Wir skizzieren die vorhandene Idee und analysieren potentielle Geschäftsmodelle und Zielgruppen. Der Fokus liegt darauf, Ideen zu finden, die wünschbar, machbar und wirtschaftlich sind. Dies geschieht alles im „Annahmenraum“. Das heißt, wir sind uns bewusst, dass wir lediglich Hypothesen über einzelne Bereiche haben. Im Workshop mit dem Sensorhersteller priorisierten wir zwei Zielgruppen. Eine, die unserem Innovationspartner bis dato völlig fremd war und eine, die er schon im bestehenden Kundenstamm hat.Nach unseren THINK-Workshops starten wir in die sogenannten CHECK-Phasen. Ziel dieser Phasen ist die Überprüfung der Hypothesen und die Bestätigung oder Widerlegung der gefundenen Ideen. Im thematisierten Innovationsvorhaben führten wir zwei CHECK-Phasen durch. Der erste Zeitraum hatte zum Ziel, die unbekannte Zielgruppe besser kennenzulernen.

Dafür sammelten wir in einem separaten Workshop tiefergehende Informationen zur Zielgruppe und stellten spezifische Hypothesen auf. Abschluss des Workshops war die Definition eines Experiments. Dieses führten wir anschließend auf einer Messe am Stand des Herstellers durch. Die zweite CHECK-Phase hatte zum Ziel, die Plattforminnovation mit der bereits bekannten Zielgruppe zu validieren. Dazu war ein Prototyp im Sinne eines „minimum viable product“ notwendig, mit dem wir die Idee zur Erstellung einer IoT Applikation transportieren konnten. Ausgangspunkt waren die Sensoren, sowie ein Wireless-Edge-Device unseres Innovationspartners. Wir richteten die Gegenstelle in der Cloud mit Hilfe der Microsoft Azure-IoT-Dienste ein, um die Geräte einzubinden und Daten zu empfangen. Um die IoT-Lösung „Ende zu Ende“ zu visualisieren, benetzten wir die Sensoren mit Kältespray und zeigten die veränderten Temperaturdaten in Echtzeit auf einer App-Oberfläche an. Für notwendige Erstellung einer solchen IoT-Applikation durch die Nutzer erstellten wir eine prototypische Anwendung, die kritische Hypothesen zur gewünschten Nutzung enthielt. Durch das Demonstrieren des Prototyps und das Stellen weiterführender Fragen zur Visualisierung der Echtzeitdaten, konnten sehr viele Erkenntnisse zum Bedarf der bestehenden Zielgruppe gesammelt werden.

Der Erfolg.

Insgesamt führten wir in den zwei achtwöchigen CHECK-Phasen über 60 Interviews mit potentiellen Nutzern, erstellten und testeten einen Prototyp und konnten den Fokus für die nächsten Schritte konkret festlegen. Für unseren Innovationspartner änderte sich die Richtung des Vorhabens gegenüber den ursprünglichen Absichten deutlich. Die intensive Auseinandersetzung mit den zwei ausgewählten Zielgruppen legte deren aktuelle Herausforderungen sehr deutlich offen. Die Zielkunden sind auf der Suche nach anderen Lösungen als ursprünglich angenommen. Unser Innovationspartner kann durch die Investition in die Validierung am Markt das weitere Vorhaben durch die gewonnenen Erkenntnisse nun gezielter vorantreiben. Dadurch konnte eine Fehlinvestition in die ursprüngliche

Idee vermieden und die wirkliche Herausforderung der Zielgruppe mit einer anderen Lösung adressiert werden. Damit ist das Innovationsvorhaben ein Paradebeispiel, wie Innovationen im unsicheren Umfeld erfolgreich im Rahmen eines virtuellen Startups angegangen werden. Im Projekt arbeiteten wir mit einem dedizierten Product Owner unseres Innovationspartners.
Dieser kommunizierte intensiv mit unserem conplement Kernteam, bestehend aus User Experience Specialist, Agile Innovation Coach und Business Innovation Coach zusammen. Das Team hatte so die Möglichkeit, auf die Expertise, Kollegen und Ressourcen beider Unternehmen zuzugreifen und trotzdem autonom zu arbeiten. Exakt so, wie ein virtuelles Startup agieren muss.

Success Story.

Smart Metering.

Lesen Sie in unserer Success Story, wie sich Innovationen mit THINK-CHECK-MAKE voranbringen lassen.
Personen beim Brainstorming | © REDPIXEL.PL
Unsere Success Story dreht sich rund um TCM und Smart Metering.
Markus Friedel
Herzblutinnovator & Komfortzonenschubser

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